Verteilte Systeme
Wir verbinden Ihre Systeme zu einer Architektur, die zuverlässig zusammenarbeitet und mitwächst: über APIs, Ereignisse und klare Schnittstellen, dokumentiert und betreibbar.
Wenn Systeme zusammenarbeiten müssen, aber nicht können
Systemlandschaften wachsen, selten nach Plan. Mit jedem neuen System kommen Schnittstellen hinzu, und irgendwann kostet die Verbindung mehr als der Nutzen. Typische Anzeichen:
Punkt-zu-Punkt-Wildwuchs
Jede neue Anbindung wird einzeln gebaut. Mit jedem System steigt die Zahl der Verbindungen, und niemand überblickt sie mehr.
Ausfälle ziehen Ketten nach sich
Fällt ein System aus, stehen abhängige Abläufe still, weil Anfragen direkt und ohne Puffer weitergereicht werden.
Daten doppelt und widersprüchlich
Dieselben Stammdaten liegen in mehreren Systemen und weichen voneinander ab, ohne dass klar ist, welche Quelle gilt.
Wachstum stößt an Grenzen
Was bei wenigen Nutzern funktionierte, wird bei mehr Last, mehr Standorten oder mehr Teams zum Engpass.
Von vielen Einzelverbindungen zu einer Schicht
Eine Integrationsschicht bündelt Schnittstellen, Regeln und Datenflüsse an einer Stelle. Systeme sprechen mit ihr statt untereinander. Das macht Änderungen planbar und Ausfälle beherrschbar.
- APIsKlar definierte Schnittstellen mit Versionierung, Authentifizierung und Dokumentation.
- EreignisseSysteme melden Änderungen als Ereignisse. Empfänger arbeiten sie in ihrem eigenen Tempo ab.
- EntkopplungEin Ausfall oder eine Änderung in einem System legt die anderen nicht lahm.
- NachvollziehbarkeitDatenflüsse sind sichtbar, überwacht und dokumentiert.
Was wir für Sie bauen
Von der einzelnen API bis zur Plattform aus mehreren Systemen. Wir kombinieren die Bausteine, die Ihre Aufgabe braucht, und nicht mehr.
APIs und Gateways
Schnittstellen, die Fachlichkeit abbilden: versioniert, abgesichert und dokumentiert, intern wie extern.
Messaging und Event-Streams
Asynchrone Kommunikation über Nachrichten und Ereignisse, damit Systeme voneinander entkoppelt bleiben.
Workflow-Orchestrierung
Abläufe, die mehrere Systeme berühren, werden zentral gesteuert, mit Wiederholung, Fehlerbehandlung und Protokoll.
Datenkonsistenz
Klare Regeln, welches System führend ist, und Verfahren, die Daten über Systemgrenzen hinweg konsistent halten.
Cloud und Skalierung
Betrieb in der Cloud, in eigener Infrastruktur oder hybrid, mit Skalierung dort, wo Last entsteht.
Beobachtbarkeit
Logging, Metriken und Alarmierung, damit Störungen auffallen, bevor Anwender sie bemerken.
Wann sich Verteilung lohnt
Verteilte Architekturen lösen Probleme, bringen aber auch Aufwand mit: mehr Betrieb, mehr Fehlerquellen, mehr Abstimmung. Deshalb setzen wir sie nur ein, wo sie einen konkreten Nutzen bringt.
| 01Eine modulare Anwendung reicht | 02Eine verteilte Architektur lohnt sich | |
|---|---|---|
| Systemlandschaft | Wenige Systeme mit stabilen Schnittstellen. | Viele Systeme, die sich unabhängig weiterentwickeln. |
| Last | Gleichmäßig und überschaubar. | Schwankend oder stark wachsend. |
| Verfügbarkeit | Kurze Auszeiten sind verkraftbar. | Abläufe dürfen bei Teilausfällen nicht stehen. |
| Teams | Ein Team verantwortet alles. | Mehrere Teams oder Standorte arbeiten parallel. |
Zuverlässig, auch wenn etwas ausfällt
Wir planen Fehler von Anfang an ein: Anfragen werden wiederholt, Nachrichten gehen nicht verloren, und nach einer Störung wird nach einem erprobten Verfahren wiederhergestellt.
Diese Regeln sind Teil der Architektur und der Betriebsdokumentation. So bleibt nachvollziehbar, wie sich das System im Fehlerfall verhält, auch für spätere Prüfungen.
- Zeitlimits für jeden Aufruf
- Wiederholung mit Wartezeit bei Fehlern
- Nachrichten werden nicht doppelt verarbeitet
- Fehlgeschlagene Nachrichten landen in einer Prüfablage
- Backup und Wiederherstellung sind getestet
Beispiele für Regeln, die wir in Architektur und Betriebsdokumentation festhalten.
In vier Schritten zur tragfähigen Architektur
Wir verändern Ihre Landschaft schrittweise. So bleibt der Betrieb stabil, und jede Etappe lässt sich prüfen, bevor die nächste beginnt.
- 01
Bestandsaufnahme
Systeme, Schnittstellen und Abhängigkeiten
Ergebnis Systemlandkarte - 02
Zielarchitektur
Integrationsmuster, Verantwortlichkeiten und Betriebsmodell
Ergebnis Architektur- und Schnittstellendokumentation - 03
Schrittweise Umsetzung
System für System anbinden, ohne den Betrieb zu stören
Ergebnis Laufende, getestete Integration - 04
Übergabe und Betrieb
Monitoring, Notfallverfahren und Dokumentation
Ergebnis Prüfbereite Betriebsunterlagen
Typische Vorhaben
Vier Szenarien, die uns in dieser Form immer wieder begegnen.
- 01
Systeme ohne Wildwuchs verbinden
AusgangslageERP, CRM und Shop tauschen Daten über viele einzelne Skripte aus.
ErgebnisEine Integrationsschicht mit dokumentierten Schnittstellen und zentraler Überwachung.
- 02
Abläufe über Systemgrenzen steuern
AusgangslageEin Auftrag durchläuft mehrere Systeme und bleibt bei Fehlern hängen.
ErgebnisEin orchestrierter Ablauf mit Wiederholung, Fehlerbehandlung und Protokoll.
- 03
Spitzenlast abfedern
AusgangslageLastspitzen bringen eine zentrale Anwendung an ihre Grenzen.
ErgebnisEntkoppelte Verarbeitung über Ereignisse, die bei Bedarf skaliert.
- 04
Standorte und Partner anbinden
AusgangslageExterne Partner liefern Daten in unterschiedlichen Formaten.
ErgebnisAbgesicherte Schnittstellen mit einheitlichen Formaten und nachvollziehbarem Datenfluss.
Beispielhafte Szenarien, keine veröffentlichten Referenzen.
Häufige Fragen
Müssen wir unsere Systeme ersetzen?
In der Regel nicht. Wir binden vorhandene Systeme an, machen ihre Schnittstellen sauber und ersetzen nur, was sich nicht sinnvoll anbinden lässt. Das entscheiden wir nach der Bestandsaufnahme gemeinsam mit Ihnen.
Microservices, ja oder nein?
Nicht als Selbstzweck. Eine gut geschnittene modulare Anwendung ist oft die bessere Wahl. Wir trennen Dienste dort, wo es betrieblich oder organisatorisch einen konkreten Nutzen bringt.
Wie behalten wir den Überblick?
Durch Dokumentation und Beobachtbarkeit. Schnittstellen, Datenflüsse und Abhängigkeiten werden beschrieben, und Logging, Metriken und Alarme zeigen den Zustand im Betrieb.
Cloud oder eigene Infrastruktur?
Beides ist möglich, auch hybrid. Entscheidend sind Ihre Vorgaben zu Datenschutz, Sicherheit, Kosten und Betrieb.
Wie läuft die Umstellung ohne Betriebsunterbrechung?
Wir binden Systeme schrittweise an und lassen, wo sinnvoll, alte und neue Verbindung parallel laufen, bis die neue nachweislich stabil arbeitet.
Lassen Sie uns Ihre Systeme verbinden
Schildern Sie Ihre Systemlandschaft und das, was nicht so läuft, wie es sollte. In 30 Minuten klären wir, ob und wie wir helfen können.